Der Vorhang zur Hessenliga-Saison hebt sich, zum Vorschein kommen unser Damen- und Herrenteam, die sich für die Saison Eines vorgenommen haben:
Let us entertain you!
Erstes Bühnenbild mit Damen beim SC 1880 Frankfurt, dem Club hinter dem Hessischen Rundfunk, die Gebäude um den Club haben den Charme des Büros vom Zentralkomitee der kommunistischen Partei. Im ersten Akt zeigt unsere Sthefany Rodriguez da Lima aus Rio ein wahres Kunstwerk der Verteidigung, der legendäre französische Tischtennisspieler Jacques Secrétin aus den 80ziger Jahren hätte seine Freude gehabt. Neben dem Platz hat Sthefany mit ihrer freundlichen und herzlichen Art unsere Herzen erobert, auf dem Platz willst du ihr lieber nicht begegnen. Ihre Gegnerin: Die Polin Rozalia Gruszczynsk, Typ Walküre, mit mächtigen Hieben auf Vor- und Rückhandseite. War schon vom Feinsten, wie Sthefany alles ausgegraben und Rozalia spätestens nach dem 4. Schlag die Lust am Tennis genommen hat. In 2 glatten Sätzen fährt Sthefany den ersten TEC Sieg nach Hause. Jana Angelovska an Position 2 macht es gegen Philippa Höpfner im ersten Satz nach 5:2 spannend, rettet sich mit 6:4 und fährt dann im 2. Satz die frisch lackierten Krallen zum 6:2 aus. Großes Drama an Position 6: Hauptdarstellerin unsere Emma Ackermann, die sich gerade am College in Atlanta im Schauspiel ausbilden lässt und nebenbei ihr Tennis deutlich verbessert hat. Nach 6:4 und 3:5 kommt es im 2. Satz zum Tiebreak. Bei 3:3 fällt dem Oberschiedsrichter beim Seitenwechsel auf, dass die Gegnerin Maya Nisi beim Seitenwechsel nicht nur vom Trainer, sondern auch von ihrer ständig die Seiten wechselnden Mutter und einer weiteren Spielerin gecoacht wird. Unzulässig, coachen darf nur einer, lässt er Maya wissen. Ob du das ausgerechnet im Tiebreak der Spielerin sagen musst? Jedenfalls liefert er Maya eine Ausrede, warum sie verloren hat. Emma behält die Nerven und holt bei brütender Hitze eiskalt den 3. Punkt für den TEC.
In der 2. Runde sehen wir den ersten Auftritt unserer 2. Brasilianerin Rebeca Pereira, die wir kurzfristig als Ersatz für die an der Schulter verletzte Riya und Gina Feistel geholt haben. Gina spielte ein W50 Profiturnier in Danzig und schaffte es bis ins Finale, dafür herzlichen Glückwunsch! Nächste Woche ist sie für den TEC am Start. Rebeca hatte es mit einer Deutschen zu tun, Estella Jaeger. Tennis kann ein grausamer Sport sein. Gefühlt ist jeder Ballwechsel ein Kampf. Rebeca versucht alles gegen die dominante Vorhand ihrer Gegnerin, geht nach vorne, spielt Slice, Topspin und hast-du-nicht-gesehen. Doch am Ende verliert sie nach knapp 2 h 0:6 1:6.
Unser Sunny-Girl Tamara Kuti fackelt an Position 3 auf dem Nebenplatz gegen die die Ukrainerin Daria Rohalova ein kleines Feuerwerk ab und schickt sie glatt nach Hause. Charlotte v. Keussler, die letzte Woche zur Freude ihrer Eltern das beste Abitur der Familie nach Hause gebracht hat, musste anerkennen, dass die erfahrene Sarah Nikocevic gestern die Bessere war und verliert in 2 Sätzen. So steht es 4:2 für den TEC nach den Einzeln.
Wechsel des Bühnenbilds, wir schauen nach Sprendlingen. Aufgrund der TEC TV APP, die im App-Store kostenfrei zum Download bereit steht oder unter https://tec-darmstadt.tv erreichbar ist, verfolgen wir im Life Scoring, wie Thando Longwe-Smit – der Kumpel, den Alec aus Süd-Afrika mitgebracht hat – seinen ersten Sieg gegen den starken Tschechen Arian Barbic einfährt. Elias Walter muss Sören Grandke zum 3:6 3:6 die Hand schütteln. Zum Drama kommt es an Position 6. Bei unmenschlicher Hitze bist du froh, wenn Du einen Arzt auf der Anlage hast. Bei uns steht der sogar auf dem Platz. Der frisch approbierte Maxi Braag tut uns aus vielen Gründen gut. Gegen den hochverlangten Leon Stückrath geht es in den Matchtiebreak, und Leon hat beim 9:8 seinen ersten Matchball. Da präsentiert ihm Maxi 3 bittere Pillen und fährt das Match mit 11:9 nach Hause. Wem sonst noch einfallslose Arzt-Tennis Analogien einfallen, bitte melden, werden wir die nächsten Wochen brauchen.
In der 2. Runde haben sich unser Youngster Lavlesh Singh und Alec Beckley vermutlich ein besseres Ergebnis gewünscht, doch die starken Sprendlinger gehen als Sieger vom Platz. Alec verliert gegen den Tschechen Jonas Forejtek, der als Kind bei Youtube Karriere gemacht hat, als er mit einem großen Kochlöffel vollkommen selbstverständlich Tennis spielt. Wir merken uns: Eben nicht alles nur Training, ein außergewöhnliches Talent schadet nicht. An Position 3 setzt Cedric Drenth den Einzelschlusspunkt gegen Petr Vojtech. Nach 2 vergebenen Matchbällen macht Cedric mit 11:9 den Sack zu und es steht 3:3 nach den Einzeln.
Szenenwechsel zurück nach Frankfurt: Unser Trainer Jan Gheb hat sich mit seinen Mädels wieder einen TEC-Glücksbaum gesucht und eine clevere Doppelaufstellung gewählt. Die starke Estella Jaeger läuft im ersten Doppel gegen Jana und Charlotte etwas ins Leere, unsere Doppelwaffe Rebeca – sie steht im Doppel erste 300 WTA – spielt im 3. Doppel gemeinsam mit Emma. Im 2. Doppel spielen Tamara und Sthefany. Nachdem es bei Rebeca und Emma 1:4 steht und bei Tamara mit Sthefany 4:4, geht der Puls des Abteilungsleiters etwas schneller, da hätte er sich den Arzt Dr. Braag in der Nähe gewünscht. Glücklicherweise haben unsere Mädels die beste Medizin und gewinnen beide den ersten Satz mit 6:4. Im 2. Satz lassen sie nichts mehr anbrennen und mit 6:3 gibt es bei SC 1880 das Happy-End.
Wir eilen nach Sprendlingen und können gerade noch Alec und Elias zum Doppelsieg gratulieren. Auf den anderen beiden Plätzen sieht es da schon nicht mehr so gut aus. Thando und Cedric führen zwar nach verlorenem ersten Satz 6:5, doch es geht in den Tiebreak. Jetzt denkst du dir, Aufschlag bei den Männern immer ein Vorteil. Bei den Frauen schon mal umgekehrt, da ist der Doppelfehler Teil des Spiels. Alles nur Vorurteile, wir sehen 2 Doppelfehler der TEC Männer zum falschen Zeitpunkt und schon ist der Tiebreak verloren. Im 3. Doppel hoffst du noch kurz auf das Wunder von unserem Halbgott in Weiß zusammen mit Marco Ferrandina. Doch sie sind auch nur Menschen, das Doppel geht verloren und so endet der 1. Akt mit einer Niederlage von 4:5 gegen Sprendlingen II
Am kommenden Samstag folgen die ersten Heimspiele: am Samstag starten die Herren gegen BW Wiesbaden, die mit der Nr. 1 von Süd-Afrika Philipp Henning antreten, eine schöne Herausforderung für Alec. Am Sonntag spielen die Damen mit Gina Feistel gegen Kronberg, einen der Titelfavoriten. The Show will go on!
JK
